Corona: Der 100. Tote

Kontaktnachverfolgung mit Männern in Uniform: Landrätin Silke Gorißen (vorne l.)
Es geht erkennbar bergab

Die Ausbreitung der Corona-Pandemie im Kreis Kleve hat am Wochenende eine traurige Wegmarke erreicht: Soeben meldete die Kreisverwaltung den 100. Todesfall seit Beginn der Seuche im Frühjahr. Es handelt sich um eine Person aus Rees, die über 80 Jahre alt war (genauer wird das seit einigen Wochen nicht mehr mitgeteilt, vermutlich aus Datenschutzgründen). Auf die Gesamtbevölkerung des Kreises umgerechnet, heißt dies, dass nun (ca.) einer von 3000 Einwohnern an Corona gestorben ist – was erst einmal nicht dramatisch klingt. Die neue Gesamtzahl von 5139 Indexfällen (ohne Dunkelziffer) bedeutet, dass einer von (ca.) 60 Einwohnern eine (erkannte) Coronainfektion durchlitten hat. Die Stadt Kleve liegt mit nunmehr 803 Fällen genau in diesem Schnitt. Da der durchschnittliche Bekanntenkreis eines Deutschen aus 42,5 Personen besteht, dürfte es also – rein statistisch betrachtet – nicht mehr viele Menschen geben, in deren direktem Umfeld es keine Erkrankungen gegeben hat.

Unterdessen begrüßte Landrätin Silke Gorißen weitere Soldaten, die im Kreis Kleve zur Kontaktverfolgung eingesetzt werden sollen. Auf dem Foto sind 14 Soldaten zu sehen, 10 von ihnen arbeiten nun zusammen mit den bisher schon hier tätigen Soldaten, sodass insgesamt 20 Angehörige der Bundeswehr im Kreis Kleve tätig sind. Sie arbeiten in einem neu eingerichteten Callcenter auf dem Gelände des Flughafens Weeze.

Hier die aktualisierte Tabelle: Corona-Übersicht für den Kreis Kleve

Weitere Ergänzung: Das Corona-Info-Board der Stadt Goch führt auf, wie sich die jeweiligen Zuwächse sich auf die 16 Kommunen des Kreises verteilen. Hier der Link: Corona-Info-Board.

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